23.10.2019

Warum Zusammenhalt für ein Team entscheidend sein kann

von Marie Menke

Um gemeinsam etwas zu erreichen, braucht es Menschen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Diese Erfahrung hat Nicolas Grundmann immer wieder gemacht – sowohl auf dem Basketballfeld als auch hinter den Kulissen.

„Wenn man so eine Meisterschaft gewonnen hat, ist man noch eine ganze Weile lang mit einem breiten Grinsen im Gesicht aufgewacht“, erinnert Nicolas Grundmann sich. In seiner Zeit als Spieler in Wolfenbüttel erlebte er Abstiege in die Regionalliga ebenso wie (Wieder-)Aufstiege in die zweite Bundesliga. Zuvor hatte er bereits in der Junioren-Nationalmannschaft gespielt und war mit seiner Mannschaft mehrfach Deutscher Jugendmeister geworden. „Das Besondere war, dass man so etwas als Team gewonnen hat“, sagt er heute. „Das bedenke ich immer wieder.“

Inzwischen arbeitet er für die Basketball Löwen Braunschweig. Als Marketingleiter plant er Onlineauftritte, organisiert Auftritte bei Stadtfesten und sorgt für volle Hallen bei Heimspielen. „Auch im Büro ist mir klar geworden, dass die Zusammenarbeit dort nicht so viel anders ist als bei den Spielern auf dem Feld“, sagt er über das, was er beim Basketball fürs Leben gelernt hat. „Alle haben unterschiedliche Stärken und Schwächen. Da kommen verschiedene Charakter zusammen, aber das macht das Team erst richtig gut.“

Mit zehn Leuten koordinieren Grundmann und seine Kollegen vom Büro aus alle Abläufe des Vereins. Da gibt es unter anderem Ansprechpartner für die Spieler, wenn sie zum Beispiel Probleme mit ihren Wohnungen oder Autos haben, aber auch eine Pressesprecherin und Marketingexperten wie ihn. „Wir sind nicht so nah an den Spielern, wie sich das viele vorstellen, aber wir bekommen natürlich viel mit“, sagt Grundmann.

Wie gut der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft ist, kann ausschlaggebend für das Ergebnis eines Spieles sein, da ist sich Grundmann sicher. Den aktuellen Mannschaftskapitän, Thomas Klepeisz, bezeichnet er als so einen „Klebstoff-Menschen“: Er habe das Zeug dazu, ein Team zusammenzuhalten. Eine Mannschaft bräuchte jemanden, der ein Auge auf Spieler hat, denen es gerade nicht gut geht, oder Verantwortung übernimmt, wenn etwas stellvertretend für das gesamte Team mit Trainer oder Geschäftsführer besprochen werden muss.

„Gerade wenn zwei Mannschaften bei einem Spiel ungefähr gleich stark sind, macht es einen riesigen Unterschied, ob die Chemie untereinander stimmt oder jeder für sich allein kämpft“, weiß Grundmann. Auch als Außenstehender sei es häufig einfach zu erkennen, ob die Spieler sich gegenseitig unterstützen oder sich einander schnell aufgeben würden. Von der eigenen Mannschaft ist er dabei überzeugt: „Auf den Zusammenhalt, den wir aktuell im Team haben, können wir stolz sein.“