04.09.2019

Ehrenamtlich im Sport unterwegs

von Marie Menke

 

Basketball findet auch abseits des Spielfeldes statt: Jennifer Klett hat in den letzten Jahren selbst gespielt, trainiert und gepfiffen. Um dabei zu helfen, dass die Abläufe in ihrem Verband reibungslos klappen, engagiert sie sich außerdem ehrenamtlich als Datenschutzbeauftragte.

Vor neun Jahren gewann sie mit dem Team der KuSG Leimen die Meisterschaft in der 2. Damen-Bundesliga Süd. Den Basketball kennt Jennifer Klett aber längst nicht mehr nur als Spielerin: In ihrer Unizeit verbrachte sie die Sommer im Basketballcamp am Schloss Hagerhof, an dessen Gymnasium sie zuvor auch ihr Abitur gemacht hatte. Während ihres Studiums trainierte sie die Kinder und Jugendlichen, die dort selbst in den Ferien Basketball spielten. „Ich habe immer gerne etwas mit Kindern und mit dem Sport gemacht und die, die dahin kommen, lieben einfach Basketball“, erinnert sie sich. „Das ist eine abgeschottete Welt, in der man Tag für Tag trainiert, isst und schläft.“ Jahre nach ihren Sommern als Trainerin hatte sie dann „einfach Lust mal zu pfeifen“: Gerade erst war sie als Schiedsrichterin beim Pokal-Damenfinale Rheinland-Pfalz dabei, kurz davor beim Meisterschaftsspiel der Herren Landesliga.

Für Klett hört der Sport dort jedoch nicht auf: War der Basketball für sie zuvor also bereits Leistungssport wie Nebenjob, findet ihr Engagement für den Basketballverband Rheinland-Pfalz inzwischen abseits der Spiele statt. Als Beauftragte für Datenschutz geht es für die Juristin nun ehrenamtlich um Richtlinien, Formulare, Webseiten und mehr. „Ich wirke darauf hin, dass gesetzliche Anforderungen eingehalten werden, erstelle Merkblätter und sorge dafür, dass die Onlinepräsenz rechtskonform ist“, erzählt sie. „Da ist für viele einiges unklar: Darf ich zum Beispiel bei einem Basketballspiel Fotos machen und diese im Internet veröffentlichen, wenn Spieler darauf zu erkennen sind? Und wen muss ich fragen, wenn die Spieler minderjährig sind? Da versuche ich vor allem zu erklären – und bei der technischen Umsetzung zu helfen.“

Den Posten zu übernehmen, war Kletts Idee. Seitdem lernt sie den Sport von noch einer neuen Seite kennen: Dabei geht es weniger um Spiele und Körbe, dafür aber viel mehr um das Organisieren im Hintergrund – eben jene Infrastruktur, die für sie zu Spielerinnenzeiten ganz selbstverständlich da war. Vereine und Verbände stehen und fallen mit den Leuten, die sich dort engagieren, ist ihre Erfahrung. „Wenn man irgendetwas gut kann, finde ich es wichtig, dass man sich auch damit einbringt“, sagt sie. „Vereine und Verbände brauchen motivierte und engagierte Ehrenämtler, die mit anpacken.“